11. Februar 2018: Für die Freiheit - Susanne Kablitz & Roland Baader (Karikatur)

 

 


Zitate zum Nachdenken von Roland Baader und Susanne Kablitz

 

Roland Baader (* 14. Februar 1940; † 8. Januar 2012):

 

„Kapitalismus ist kein Konstrukt, kein bewusst entworfenes System, sondern die natürliche Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft diesseits der Steinzeit und der Feudalherrschaft. Wenn eine hinreichende Menschenzahl verstehen lernt, was Kapitalismus ist, wird die Zivilisation überleben. Wenn es beim weitverbreiteten Unverständnis bleibt, wird die Erde bestenfalls zu einem riesigen Gulag, schlimmstenfalls zu einem Großfriedhof.“

 

„Sozialismus ist ein Überfluss an Staat. Das bleibt dann der einzige Überfluss.“

 

„Je grösser der Papiergeld-Reichtum der Welt, desto grösser die Armut, die ihm folgen wird.“

 

„Das größte Unglück in der Menschheitsgeschichte? Das Staatsmonopol für das Geldangebot. Alle anderen Desaster sind Folgen davon.“

 

„Der Sozialstaat ist eine Utopie – und seine politische (d. h. gewaltsame) Durchsetzung entspricht einem Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Dieser Krieg kann mit privatem Geld genausowenig geführt bzw. finanziert werden wie militärische Großkriege mit Gold geführt oder finanziert werden konnten. Deswegen wurde ja der Goldstandard mit Beginn des Ersten Weltkriegs abgeschafft.“

 

„Schließlich geht es um ein Tausend-Milliarden-Geschäft. Die ganze (Öko-)Hysterie wird in Milliarden neuer Steuern münden, die allesamt durch die Hände von Politikern, Interessenverbands-Vertretern und Öko-Geschäftemachern gehen werden.“

 

„Das Märchen vom Retter Staat ist das Trojanische Pferd, mit dessen Hilfe die Herrschaftseliten die letzten Mauern um die Bürgerfreiheit schleifen werden.“

 

„Links ist ein Eintreten für linke Politik. Und rechts ist ein Eintreten für rechte Politik. Liberal aber ist eine Position gegen Politik.“

 

„Die Freiheit (und damit auch der Wohlstand) geht mehr an ihren falschen Freunden zugrunde als an ihren erklärten Feinden.“

 

„Selbstbestimmung ist die Essenz der Freiheit, nicht Mitbestimmung.“

 

„Lauwarm ist schrecklich. Beim Kaffee, bei Speisen, bei der Liebe, bei der Bildung, beim Eintreten für die Freiheit.“

 

„Hat jemand, der unablässig für die Freiheit eintritt, überhaupt noch eine Erfolgsaussicht? Eigentlich nur eine: die Selbstachtung nicht zu verlieren.“

 

„Das einzig wahre Menschenrecht ist das Recht, in Ruhe gelassen zu werden – von jedem, den man nicht eingeladen hat oder den man nicht willkommen heißt.“

 

„Eine Handlung kann nur moralischen Wert haben, wenn sie weder unter Zwang noch auf Kosten anderer erfolgt.“

 

„Entwaffne ein Volk und du hast vielleicht hundert Täter behindert – aber hunderttausend neue Opfer geschaffen.“

 

„Du misstraust dem Markt? Dann misstraust du den friedlichen Menschen und vertraust den Anhängern und Betreibern von Gewalt.“

 

„Gold ist Knoblauch gegen den Vampir Staat.“

 

„Die beste und schönste Definition für Liberalismus lautet: ‚Nicht Gott spielen zu wollen‘.“

 

„Für den wahren Liberalen und den echten Kapitalisten ist jedenfalls der Frieden der Vater aller Dinge, und nicht der Krieg. Der Krieg ist die unwürdigste, hässlichste, verachtenswerteste und satanischste Aktivität, die das Menschengeschlecht jemals entwickelt hat. Jeder politisch veranstaltete Schritt weg vom freien Markt ist zugleich ein Schritt hin zu Streit und Krieg.“

 

Susanne Kablitz (* 8. Februar 1970; † 11. Februar 2017):

 

„Es ist ein Jammer – jeden Tag beobachte ich, dass diese kleine Schar von aufrechten Zeitgenossen beständig sinkt und diese entweder resignieren oder sie sich im noch schlimmeren Fall dem Mainstream hingeben und das verachten, was Vorfahren unter Einsatz ihres Lebens mit Händen und Füßen verteidigt haben. Es sieht zunehmend so aus, dass die Bequemlichkeit und das stille Einverständnis in eine von oben aufoktroyierte `Wahrheit´, die uns mit ihren Tentakeln umschlingt, bei den Menschen immer mehr Zustimmung findet. Wir scheinen es fast zu genießen, dass die menschenverachtende Wohlfahrtsstaatlichkeit und die paranoide soziale Gerechtigkeit uns höhnisch ins Gesicht lachen.“

 

„Wir haben nichts dazu gelernt, ganz im Gegenteil: Alle zarten Pflänzchen beginnender Freiheit zertreten wir mit wachsender Begeisterung für noch mehr Staat, noch mehr Gängelung, noch mehr Vorschriften. Diejenigen, die sich die Frage stellen, wie es sein kann, dass der Sozialismus trotz all seiner menschenverachtenden Mechanismen nicht tot zu kriegen ist, werden hier (im Buch : Kreide für den Wolf) unzählige Gründe genannt. Diejenigen, die behaupten, der Sozialismus sei nur noch nicht richtig umgesetzt worden, sollten sich die Frage stellen: Wie denn noch außer in den geschätzten drei Dutzende Schattierungen und in unzähligen Menschenversuchen in der Vergangenheit?"

 

„Es gibt diesen Tag im Leben eines jeden Menschen, wo er sich einer Sache definitiv sicher ist. Wo er genau und 100%ig weiß, dass es so kommen wird, wie er es sich niemals gewünscht hat. Ein solcher Tag ist auf der einen Seite bedrückend, auf der anderen ungemein befreiend.“


1. Januar 2018:

 

"So!"

Eine Ankündigung oder einen (endgültigen) Haken machen

Der einleitende Ausruf „So“ ist in seiner Vielfalt kaum zu überbieten. „So?“, möchte man fragen, „stimmt das wirklich?“ Gehen wir das „So“ also einmal durch:

„So!“

Mit diesem energischen „So!“ drängt der Leiter einer Sitzung oder Konferenz die Teilnehmer dazu, ihre Gespräche einzustellen, weil es losgeht.

„Soooooh“

Mit einem langgezogenen „Soooooh“ wird darauf hingewiesen, dass der Spaß nun vorbei ist und die Leistungsüberprüfung oder eine Neueinführung jetzt stattfindet.

„Sa!“

Mit einem kräftigen „Sa!“ schickt man beispielsweise einen Artikel oder eine Bewerbung ab. Einer fundierten Arbeit folgt ein befreiendes „Sa!“, weil sich etwas unumkehrbar auf dem Weg befindet.

„Soooooohhhh“

Das konzentrierte „Soooooohhhh“ kündigt den Beginn von etwas Wichtigem an. Alle Sinne sind geschärft, der Fokus liegt einzig und allein auf dem, was jetzt kommt (eine Prüfung, eine extrem wichtige Phase im Geschehen usw.).

„Sohohoho“

Auf ein wieherndes „Sohohoho“ folgt meistens eine Überraschung oder eine Bestätigung.

„Szoaah“

Dieses zischende „Szoaah“ signalisiert das Ende einer Aufgabe. Mit großer Erleichterung kann man endlich einen Haken machen und stellt fest, dass sich das Hamsterrad für einen Moment etwas langsamer dreht.

„Saou!“

Mit diesem „Saou!“, das fast wie „Sau“ klingt, hat man es dem Gegenüber gerade kräftig gezeigt.

„Ssssooooohhhh“

Das tiefe „Ssssooooohhhh“ strotzt vor Zorn und Entschlossenheit. Dabei muss es nicht einmal ausgesprochen werden. Jemand hat sich eine Sache lange genug angeschaut und viel ertragen. Nur ist damit jetzt unwiderruflich Schluss! Es ist kein „So“, das leichtfertig und ohne Abwägen seiner Konsequenzen verwendet wird. Es ist das „So“, das kein Zurück kennt und immer häufiger vorkommt. Es ist das gefährlichste „So“, das es gibt!


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